Wie ich dazu kam einen Blog zu gründen

Während ich hier tippend sitze, ziemlich glücklich darüber bin, die ersten technischen Hürden, mit der sich eine zukünftige Bloggerin von Welt zwangsläufig auseinandersetzen muss, hinter mich gebracht zu haben, frage ich mich, wie lange ich eigentlich darüber nachgedacht habe einen Blog zu gründen. Zwei Jahre? Fünf Jahre? Vielleicht auch länger, da bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher. Es war definitiv lang, machen wir uns nichts vor.

Und ich frage mich auch, was mich eigentlich gehindert hat. Gründe gab es in ausreichender Anzahl und ich hatte Bedenken vor gefühlt 100 (lass es 1000 gewesen sein) Dingen. Gedanken wie „der Blog wird optisch nicht schön genug sein“, „ich finde keine Themen“, „das wird niemanden interessieren“, „ich habe keine Kapazitäten mich mit all den Hintergrundthemen zu beschäftigen“ stellen nur einen kleiner Auszug meiner eigenen Denkblockaden dar. Ich hatte bereits im Vorfeld Angst zu scheitern und habe deshalb gar nicht erst angefangen. Scheinbar habe ich irgendwann dann doch damit begonnen, mich nach und nach in die Themen einzulesen. Und nun sitze ich hier, schreibe meinen ersten Beitrag und bin ganz arg stolz auf mich.

Fakt ist, ich habe schon immer gerne geschrieben. Bereits in den 90er Jahren saß ich als Kind mit baumelnden Beinen zu Hause an unserem Computer (Grüße gehen raus an die Entwickler*innen der MS DOS-Shell Oberfläche), habe mir Charaktere für meine Reiterhofgeschichten ausgedacht, Reiserouten in ferne Länder verschriftlicht und Texte darüber verfasst, wie es wäre im weit entfernten Hamburg zu leben (by the way ca. 60km von meinem Elternhaus entfernt) und fleißig in die Tasten gehauen. In den darauffolgenden Jahren habe ich es mal mehr und mal weniger häufiger geschafft, mich hinzusetzen um meine Gedanken zu Papier zu bringen. Aber meine Leidenschaft, meine Gedanken und Ideen aufzuschreiben, hat ehrlicherweise nie aufgehört.

Wenn ich ehrlich zu mir bin, wollte ich immer kreativ sein und all das, was mir im Kopf herumschwirrt schriftlich festhalten. Nun gut, ich bin Beamtin geworden und schlage mich im Arbeitsalltag mit den teilweise absolut verwirrenden Hierarchien der Verwaltung innerhalb föderaler Strukturen herum. Da schlägt offensichtlich sowohl das Kreativ- als auch das Sicherheitsherz in meiner Brust. Aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr…

Ich möchte keine Bücher, keine Romane, keine langen Geschichten schreiben. Sondern viel lieber kurze Texte, Reiseberichte bzw. Packlisten (besitze ich ja wirklich für uneeeeendlich viele Reiseeventualitäten) oder eben Blogbeiträge und Übersichten zu Ausflügen, Wanderungen und schönen Orten. Notizen über kurze Waldspaziergänge, Zitate die ich mag. Und ganz vielleicht irgendwann mal ein Kinderbuch über Tiere im Wald (in meinem Kopf geht es da stets um Eulen, Igel und Füchse) oder eine Fantasiegeschichte die in einer Wolkenwelt spielen soll. Alles ist möglich, sag ich da mal.

Ich schreibe also gerne Sachen auf. Und ich besitze definitiv zu viele Notizbücher- und Listen mit Inhalten jeglicher Art. Und nun gibt es also diesen Blog und ich freue mich sehr, mir zukünftig bewusst Zeit zum Schreiben zu nehmen. Dieser Blog ist etwas, was ich vorrangig nur für mich tue und wenn es dann noch Menschen gibt, die sich über meine Beiträge freuen, dann ist das umso schöner.

Da ich hinzukommend liebend gerne fotografiere und Bilder bearbeite, werde ich natürlich nichts unversucht lassen, meine schriftlichen Beiträge mit Fotos aufzuwerten. Denn, wer schaut sich nicht gerne schöne Bilder an, träumt sich an anderer Orte oder lässt sich durch visuellen Input dazu inspirieren, selber etwas Neues auszuprobieren. Ich persönlich hole mir so oft Input und Inspiration von anderen Personen, warum sollte ich dann nicht selber eine Person sein, die die eigenen Gedanken mit anderen Menschen teilt? Vielleicht kann ich ja etwas an die Leser*innen weitergeben, das wäre ganz doll fabelhaft und würde mich sehr glücklich machen.

Das Bild oben zeigt grasende Dithmarscher Kühe aus dem „echten Norden“. Aufgenommen mit dem Mobiltelefon während der Autofahrt. Außerdem zu sehen sind mein heißbeliebtes Blumenbestimmungsbuch vom Kosmos Verlag sowie mein alter Kalender aus 2020 von EIN GUTER PLAN.

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